Unser jährliches Strategiemeeting findet jetzt wohl doch in der Woche statt. Nicht, dass ich was gegen Wochenendarbeit hätte, ich finde schon, ab einem gewissen Salär und einer gewissen Stellung gehört das hin und wieder auch dazu. Aber drei Wochenenden hintereinander? Hallo? Ich hab auch noch ein Privatleben. Wenn ich das nicht bräuchte oder wollte, hätte ich auch in einer Großbude anheuern können. Beruf ist für mich ein Teil des Lebens, aber nicht gleichbedeutend damit. Ich muss nicht zwingend arbeiten um Glücks-, Erfolgs- oder Erfüllungsgefühle zu bekommen. Die kriege ich zwar auch über die Arbeit, aber eben auch durch und aus meinen privaten Aktivitäten. Dieser Mix gleicht mich aus und so freue ich mich morgens auf die Arbeit und abends auf den Feierabend. Ich kann außerdem gut zwischen diesen beiden Welten trennen. Wenn ich abends nach Hause fahre, schließe ich im Kopf eine Türe zu und blende die Arbeit aus. Zugegeben, dass klappt nicht immer, aber oft genug, so dass ich den Stress aus beiden Welten in der jeweils anderen Welt lasse. Mathematisch bedeutet dass, dass ich in jeder dieser Welten nur einem Stress, nicht aber immer dem doppeltem Stress ausgesetzt bin. Das verhindert zumindest, dass ich glaube, in den nächsten fünf Jahren einem Herzinfarkt zu erliegen.
Wir brauchen Euch Großbuden-Junkies ja, aber Teil davon möchte ich nicht sein. Ich verdiene mindestens das Gleiche wie Ihr, aber ich habe darüber hinaus auch noch die Zeit und die Muße, es auszugeben. Auch wenn ich im vorhergehenden Post noch gestöhnt habe, keine Zeit für regelmäßigen Sport zu haben. Aber glaubt mir, dass ist reiner Privatstress aus Welt 2, dass hat mit dem Job nur dann etwas zu tun, wenn mir drei Wochenenden am Stück durch den Job verplant werden und das passiert ja glücklicherweise nicht.
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