Montagmorgen auf der Fahrt ins Büro erzählte mir mein Kollege, mit dem ich eine Fahrgemeinschaft habe, von einer supertollen Salatbar gleich ums Eck vom Laden seines Bruders. Nette junge Leute würden diesen Laden schmeißen, es wäre rappelvoll dort gewesen und das Essen total lecker. Sollte ich mal ausprobieren, empfahl er mir. Ein paar Stunden später höre ich in den Nachrichten, dass die Inhaberin dieser Salatbar, eine hübsche 24jährige junge Frau in den Morgenstunden dort ermordet aufgefunden wurde.
Wir waren beide sehr schockiert. Wer macht so etwas? In was für einer Welt leben wir eigentlich.
Gestern musste ich zwangsweise an dem Laden vorbeifahren, da die Ausfahrt aus dem Parkhaus leider keine andere Abfahrtsmöglichkeit zuliess, woran ich vorher dummerweise nicht gedacht habe. Vor dem Eingang standen weinende Menschen, alles war voller Blumen und Kerzen. Das hat mich ganz schön mitgenommen, muss ich zugeben. Ich habe den Sandsack beim Training gestern mächtig malträtiert.
Bleibt nur zu hoffen, dass man den Täter findet. Ohne das hier breitzutreten, bemerke ich, wie meine Ansichten zu Themen wie Betrafung zunehmend extremer werden. Es ist Und das mir, einem überaus altruistischen Juristen. Es ist schon bemerkenswert, wie einem ehemals idealistsichen jungen Jurastudenten mit der Zeit der Glaube an unseren Rechtsstaat fast vollständig verloren gegangen ist. Ich weiß, anderswo ist auch nicht besser, werden einige von Euch jetzt sagen. Aber ist das nicht eine dämliche Ausrede? Es muss etwas geschehen, und zwar bald, sonst sehe ich schwarz für dieses Land.
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