Mittwoch, 11. Juli 2007

Jakobsweg?

Was ich in den letzten Wochen so alles gelesen, gehört und gesehen habe, macht mich nicht nur wütend, es macht mich vor allem nachdenklich. Was kann man tun gegen den Einstz der Bundeswehr gegen Demonstranten, die Pläne zum Verrat an unserem Grundgesetz durch Vorratsdatenspeicherung, heimliche Online-Durchsuchungen, Schaffung von Internierungslagern, targeted killing und was weiß ich nicht noch alles. Lediglich das Äußern solcher Gedanken ist in meinen Augen schon höchst bedenklich. Sicherlich, viele merken was hier läuft und halten dagegen. Aber es ist die Regierung höchstselbst, die diese Pläne aufwirft, also gerade die, die eigentlich das Grundgesetz schützen sollen, stellen es nachhaltig in Frage. Was kann ich tun? Resignieren? Bereits jetzt die Weichen für eine Auswanderung stellen? Oder ist es besser, den Widerstand zu planen? Was kann man tun? Ich weiß es nicht.

Aber auch privat stellen sich zahlreiche Fragen. Was will ich erreichen? Welche Ziele setze ich mir? Was ist mir wichtig und was ist doch eher zweitrangig? Was muss ich tun, um diese Ziele erreichen zu können? Vieles von dem weiß ich schon, aber zu meinen individuellen Problemen und Weltbild sind längst noch nicht alle Fragen geklärt. Ob es Sinn macht, Kerkelings Selbstfindung auf dem Jakobsweg nachzuahmen? Je länger ich darüber nachdenke, umso großartiger erscheint mir die Idee. Aber ein Nachahmer war ich eigentlich nie.

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