Soeben habe ich eine Nachricht vom Kollegen aus einer der Grossbude bekommen, die für uns prozessual tätig sind. In einer wirklich großen Sache mit weitreichenden Folgen für uns und unser Geschäft ist die Gegenseite eingeknickt und bietet einen Vergleichsvorschlag an, der im Wesentlichen auf all unsere Forderungen eingeht. Amerikanische Unternehmen sind aufgrund der hohen Strafzahlungen bei Kartellverstößen irgendwie einsichtiger als europäische Unternehmen. Außerdem fürchten sie schlechte publicity noch mehr als irgendetwas anderes und die können sie im Falle einer außergerichtlichen Einigung vermeiden. Mir ist das egal, an den Pranger stellen wollte ich sie ohnehin nicht. Ich verstehe schon, dass das Prozessieren in den USA ein einträgliches Geschäft darstellt. Wenn man einem amerikanischen Unternehmen irgendetwas vorwerfen kann und an den Vorwürfen ist auch nur ein Hauch von Substanz, bleibt nahezu immer irgendetwas hängen. Ganz besonders dann, wenn sie sich mit europäischen Gerichten und Kartellbehörden auseinandersetzen müssen. Da hat die Microsoft-Angelegenheit die Amis ganz schön aufgerüttelt.
Auf jeden Fall fängt der Tag nicht schlecht an.
Soll ich nun meine Intelli-Maus auf ihrer Heimreise im September begleiten oder nicht. Ich würde sehr gerne, aber meine Maus wird kaum Zeit haben. Natürlich kann ich mich da alleine herumschlagen, aber ich möchte doch so gerne, dass sie mich wenigstens ab und an begleitet und mir ihr Heimatland zeigt. Dafür wird die Zeit aber eben nicht ausreichen, die Familie erfordert im Moment ihre ganze Aufmerksamkeit, Kraft und Zeit. Die horrenden Kosten einer solchen Reise stecke ich lieber in einen zweiwöchigen Luxusurlaub mit ihr, den kann ich ihr von den ersparten Kosten schenken, glaubt mir.
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