Hallo Welt! Da scheinbar einige von Euch geneigten Lesern ein Riesenvergnügen daran haben, über das Leben der anderen zu lesen und ich gleichzeitig schon seit einiger Zeit den unglaublichen Drang verspüre, der Welt Geschichten zu erzählen, eröffne ich diesen Blog. Was unterscheidet dieses Blog von allen anderen schon existierenden Blogs, das es sich lohnt, zu lesen? Dazu zunächst einmal etwas über mich und was ihr künftig hier nachlesen könnt.
Ich gehe auf die 40 an und bin Syndikusanwalt in einem mittelgroßen Großhandelsunternehmen irgendwo in Deutschland. Ich will hier noch nicht zu sehr auf meine Person eingehen, aber im Gegensatz zu manch anderem bloggenden Juristen bin ich mit meiner Arbeit und vor allem mit meinem Leben sehr zufrieden oder zumindest glaube ich das. Vielleicht rede ich mir das alles nur ein, denn natürlich habe ich meine Ziele, die ich logischerweise noch nicht erreicht habe.
Meine Ausbildung und meine Position hier in der Geschäftsleitung des Unternehmens führt zwangsläufig dazu, dass ich stark interdisziplinär tätig bin, heißt ich bin sowas wie ein "Mann für alle Fälle". Verwechselt das nicht mit einem "Ar... vom Dienst", denn ich bin hier schon eine Führungsperson. Ich habe ein Ohr für alle und helfe jedem hier, der Hilfe braucht, aber ich lasse mich nicht verarschen und das vorletzte Wort habe ich. Wer das letzte Wort hat, werdet Ihr jetzt fragen? Der Inhaber dieses schönen Unternehmens, wer sonst? Irgendwer hat einmal geschrieben, "wer das Gold hat, der bestimmt" und genauso läuft es hier ab.
Das genau ist die Basis, das Fundament des alltäglichen Wahnsinns, der hier abgeht, denn genau dieser Mensch ist hier qua seiner Stellung als Eigentümer der einzige Boss (Gxxx). Schön und gut könnte man sagen, das ist ja im Mittelstand nichts ungewöhnliches. Dem widerspreche ich eigentlich nicht, aber die Situation hier ist schon ein wenig anders gelagert. Der Boss kommt gegen 10.00 Uhr, geht gegen 12.00 Uhr, kommt dann wieder gegen 16.00 Uhr um spätestens um 17.00 Uhr wieder aus der Türe zu sein. Und damit rede ich von den arbeitsreichen Tagen, an denen er überhaupt seine Nase ins Büro steckt. Aber dafür glaubt er alles zu wissen. Da das Wissen eine der Grundlagen der Entscheidungsfindung ist, kommt es hier bisweilen zu recht abstrusen Entscheidungen, die wiederum den ein oder anderen bizarren Prozess in Gang setzen oder aber den Kurs des Schiffes konträr zum eigentlichen Ziel ausrichten. Leider sind die meisten Ameisen hier nicht gerade mit großer Weisheit gesegnet, weshalb so manches Projekt lemminghaft in den Abgrund getrieben wurde. Übrigens, der andere Pfeiler der Entscheidungsfindung ist die Intuition, und diese ist beim Boss überaus gut ausgeprägt. Darum sind wir erfolgreich.
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